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Genetische
Erkrankungen beim Shih Tzu.

1.
Degenerative Myelopathie (DM)
Erbgang: rezessiv
Bedeutung: Nur Hunde, die zwei defekte Gene
haben, erkranken (Träger sind gesund).
Symptome: Langsam fortschreitende Lähmung
der Hinterbeine im höheren Alter. Beginn
meist mit Schwäche und Koordinationsstörungen,
später Muskelabbau und komplette Lähmung.
Folge: Unheilbar; fortschreitend wie bei einer
Rückenmarkserkrankung.
2. Hyperurikosurie
(HUU)
Erbgang: rezessiv
Bedeutung: Störung des Harnsäurestoffwechsels.
Symptome: Harnsteine, Blasenprobleme, häufiges
Wasserlassen, Blut im Urin.
Folge: Schmerzhafte Blasen- oder Nierensteine.
3.
Makrothrombozytopenie Typ A
Erbgang: dominant
Bedeutung: Veränderung der Blutplättchen
(Thrombozyten).
Symptome: Meist keine oder nur sehr milde Symptome,
da die Blutgerinnung normal bleibt.
Folge: In Blutuntersuchungen können die
Werte auffällig sein (niedrige Thrombozytenzahl),
was aber meist harmlos ist.
4.
Maligne Hyperthermie (MH)
Erbgang: dominant
Bedeutung: Stoffwechselstörung, bei der
der Körper auf bestimmte Narkosemittel
überreagiert.
Symptome: Starke Überhitzung, Muskelsteife,
Kreislaufversagen während oder nach einer
Narkose.
Folge: Lebensbedrohlich, wenn nicht sofort behandelt.
5.
Polydaktylie
Erbgang: dominant
Bedeutung: Der Hund hat mehr als die normale
Anzahl an Zehen.
Symptome: Meist rein kosmetisch, keine gesundheitlichen
Probleme.
6.
Präkallikrein-Defizienz
Erbgang: rezessiv
Bedeutung: Leichte Störung in der Blutgerinnungskette.
Symptome: In der Regel milde oder keine Symptome,
eventuell leicht verlängerte Blutungszeit.
Folge: Meist unproblematisch, wird oft zufällig
im Labor entdeckt.
7.
Progressive Retinaatrophie (prcd-PRA)
Erbgang: rezessiv
Bedeutung: Vererbbare Netzhauterkrankung, die
zur Erblindung führt.
Symptome: Zuerst Nachtblindheit, später
vollständige Erblindung.
Folge: Nicht heilbar, fortschreitend.
Empfehlung: Test Ja ? sehr wichtig für
Zucht, um Erblindung in späteren Generationen
zu vermeiden.
8.
Robinow-like-Syndrom (DVL2)
Erbgang: rezessiv/komplex
Bedeutung: Genetische Veränderung, die
zu Skelettfehlbildungen führt.
Symptome: Verkürzter Körper, veränderte
Wirbelsäulenform, mögliche Kiefer-
oder Schädelanomalien.
Empfehlung: Optionaler Test, vor allem für
Züchter interessant.
9.
Von-Willebrand-Erkrankung
Typ I (vWD1)
Erbgang: dominant
Bedeutung: Blutgerinnungsstörung durch
Mangel eines speziellen Faktors (vWF).
Symptome: Vermehrte Blutungen bei Verletzungen
oder Operationen (z. B. Zahnextraktion).
Folge: Risiko bei OPs, aber meist mildere Form.
Hinweise aus der Tabelle
Rezessiv: Der Hund erkrankt nur, wenn zwei defekte
Gene vorhanden sind. Träger sind gesund,
können das Gen aber weitergeben.
Dominant: Ein defektes Gen reicht aus, um Symptome
zu zeigen oder ein Risiko zu verursachen.
Wichtig für Zucht und Narkose:
DM (Degenerative Myelopathie)
MH (Maligne Hyperthermie)
vWD1 (Von-Willebrand-Erkrankung)
PRA (Progressive Retinaatrophie
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